Panorama Gesellschaft

Benzigerstrasse 36
8840 Einsiedeln

Tel. 055 412 11 74
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Adressen

Präsident der Panorama-Gesellschaft
Herr Max Fuchs
Föhrenweg 7
CH-8840 Einsiedeln
Tel. 055 412 21 82

Kassier der Panorama-Gesellschaft
Herr Meinrad Fuchs
Etzelstrasse 6
CH-8840 Einsiedeln
Tel. 055 412 54 20

Was ist ein Panorama?

Ein Panorama (griech.: „pan“ = alles, „horama“ = Anblick, Sehen) ist eine komplexe Bild-Raum-Installation, die den Betrachter in die Lage versetzt, „im Bild zu sein“, vergleichbar modernen virtuellen 3-D-Welten. Es ist aber viel älter als diese.

Das Panorama entstand am Ende des 18. Jahrhunderts aus dem Wunsch heraus, die Grenzen der traditionellen Malerei aufzuheben und dem Betrachter einen grenzenlosen Blick zu verschaffen, der über den Ausschnitt eines herkömmlichen Gemäldes hinausgeht. In dieser Absicht erfand der irische Maler Robert Barker eine geniale Darstellungsform, die er im Jahre 1787 in London patentieren ließ und die er später „Panorama“ nannte.

Im Panorama blickt der Betrachter von einem erhöhten Standpunkt aus in einem 360-Grad- Rundumblick auf eine wirklichkeitsgetreue Darstellung einer Landschaft, einer Stadtansicht oder eines geschichtlichen Ereignisses. Eine realistische und zugleich perspektivisch auf den Standort des Betrachters ausgerichtete Präsentation des Themas ist die Hauptvoraussetzung, um die Illusion des „Im-Bild-Seins“ zu erzeugen.

Ein Panorama benötigt ein eigenes Gebäude, in dem das überdimensional große Gemälde in Form eines Zylinders (daher „Rundgemälde“) aufgehängt werden kann. Zur Illusion, man habe nicht ein gemaltes Bild vor Augen, sondern befindet sich mitten in der Darstellung selbst, trägt die Raumgestaltung sowie eine spezielle Lichtführung bei. Die oberen und unteren Begrenzungen des Bildes sind für den Betrachter von seinem Standpunkt aus verborgen. Ein Schirm über der Besucherplattform verdeckt den oberen Bildrand und zugleich auch das von oben einfallende Tageslicht, das das Gemälde indirekt beleuchtet. Bühnenbildartige Vorbauten, auch „Faux Terrain“ genannt, überspielen den unteren Bildrand und führen die Darstellung auf dem Gemälde mit plastischen Mitteln fort. Die Absicht all dieser Gestaltungsmittel ist die Schaffung einer neuen Realität. Im Panorama kann der Betrachter sich an einen anderen Ort, in eine andere Zeit begeben, Zeuge einer historischen Begebenheit werden.